Der Anteil der Menschen mit starkem Übergewicht wird in Europa weiter wachsen.
Das spricht dafür
Die Zahl der Menschen mit Adipositas steigt seit Jahrzehnten: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Prävalenz von Adipositas in Europa seit den 1970er Jahren deutlich gestiegen. Kein Mitgliedsstaat der WHO-Europaregion war auf Kurs, das Ziel zu erreichen, den Anstieg der Adipositas bis 2025 zu stoppen.
01.08.2026
Quellen
https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/the-challenge-of-obesityUngesunde Ernährungsgewohnheiten nehmen zu: Viele Menschen konsumieren - stark verarbeitete Lebensmittel - Fast Food - zuckerhaltige Getränke - kalorienreiche Snacks Diese Produkte sind oft günstig, leicht verfügbar und werden intensiv beworben. => Die tägliche Kalorienaufnahme steigt schneller als der Energieverbrauch.
01.08.2026
Quellen
https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweightBewegungsmangel nimmt zu, denn viele Tätigkeiten finden heute sitzend statt - Büroarbeit, Homeoffice, Bildschirmmedien, motorisierter Verkehr.
01.08.2026
Soziale Ungleichheit verstärkt das Problem: Menschen mit geringerem Einkommen haben häufig schlechteren Zugang zu gesunder Ernährung, weniger Freizeit für Sport und eine geringere Gesundheitsbildung. Die OECD beschreibt deutliche soziale Unterschiede beim Auftreten von Adipositas.
01.08.2026
Quellen
https://www.oecd.org/en/publications/health-at-a-glance-2025_8f9e3f98-en/full-report/overweight-and-obesity_0bf9c422.htmlAdipositas hat hohe gesundheitliche Folgen / Risiken für: - Typ-2-Diabetes - Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Bluthochdruck - mehrere Krebsarten - Schlafapnoe
01.08.2026
Quellen
https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/the-challenge-of-obesityDas spricht degegen
Präventionsmaßnahmen werden ausgebaut => viele europäische Staaten fördern: - Ernährungsbildung - Schulsport - Bewegungsprogramme - Kennzeichnung von Lebensmitteln - Einschränkungen bei Werbung für ungesunde Lebensmittel Diese Maßnahmen könnten den Trend langfristig bremsen.
01.08.2026
Mehr Gesundheitsbewusstsein - immer mehr Menschen achten auf: - gesunde Ernährung - Fitness - regelmäßige Bewegung - Gewichtskontrolle Fitness-Apps, Wearables und soziale Medien fördern dieses Bewusstsein zusätzlich.
01.08.2026
Moderne Medikamente (z. B. GLP-1-Rezeptor-Agonisten) können bei vielen Betroffenen deutliche Gewichtsreduktionen bewirken. Allerdings zeigen Studien auch, dass nach dem Absetzen häufig wieder Gewicht zugenommen wird.
01.08.2026
Quellen
https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2025/12/the-state-of-cardiovascular-health-in-the-european-union_6fb915f3/ea7a15f4-en.pdfNeuere internationale Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich die Zunahme der Adipositas in einigen wohlhabenden Ländern bereits verlangsamt oder teilweise stabilisiert hat. Das gilt unter anderem für Länder wie Frankreich oder Dänemark; auch bei Kindern zeigen sich in manchen Staaten erste positive Entwicklungen.
01.08.2026
Quellen
https://www.lemonde.fr/en/environment/article/2026/05/14/obesity-surges-in-low-income-countries-stabilizes-in-wealthier-nations_6753435_114.htmlFakten
Die WHO schätzt, dass Adipositas in Europa jährlich mindestens 200.000 neue Krebsfälle mitverursacht und dieser Wert weiter steigen könnte.
01.08.2026
Quellen
https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/the-challenge-of-obesityRund 59 % der Erwachsenen in der WHO-Europaregion sind übergewichtig oder adipös.
01.08.2026
Quellen
https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/the-challenge-of-obesityKein europäisches WHO-Mitglied war auf Kurs, den Anstieg der Adipositas bis 2025 zu stoppen.
01.08.2026
Quellen
https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/the-challenge-of-obesityAdipositas erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und mindestens 13 Krebsarten.
01.08.2026
Quellen
https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/the-challenge-of-obesityIn OECD-Ländern stieg der Anteil adipöser Erwachsener zwischen 2003 und 2023 von durchschnittlich 13 % auf 19 %.
01.08.2026
Quellen
https://www.oecd.org/en/publications/health-at-a-glance-2025_8f9e3f98-en/full-report/overweight-and-obesity_0bf9c422.htmlPrognosen gehen davon aus, dass bis 2050 in allen EU-Ländern mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig oder adipös sein könnte.
01.08.2026
Quellen
https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2025/12/the-state-of-cardiovascular-health-in-the-european-union_6fb915f3/ea7a15f4-en.pdfSpitzenreiter bei allgemeinem Übergewicht (EU) - Kroatien und Malta: Rund 65 % der Erwachsenen sind zu schwer. - Rumänien, Polen und die Slowakei: Haben ebenfalls sehr hohe Quoten, vor allem bei Männern, von denen dort etwa drei Viertel von Übergewicht betroffen sind. - Irland: Führt besonders bei Frauen die Raten mit an. Spitzenreiter bei Adipositas (Starkem Übergewicht / BMI ≥ 30) - Türkei: Weist im erweiterten europäischen WHO-Raum mit knapp 67 % den Höchstwert für Übergewicht und starke Raten bei Adipositas auf. - Malta: Höchsterzelter Anteil an klinisch adipösen Männern (über 30 %) und Frauen (über 26 %) in der EU. - Großbritannien: Liegt im europäischen Vergleich ebenfalls im oberen Drittel (ca. 26 % Adipositas-Rate). Wo stehen die anderen? Deutschland: Liegt mit rund 54 % übergewichtigen Erwachsenen und etwa 17 % Adipositas-Rate ziemlich genau im europäischen Durchschnitt. Am schlanksten: Die niedrigsten Quoten in der EU verzeichnen Länder wie Italien (46 %) und Frankreich (48 %).
01.08.2026
Quellen
https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales/Gesundheit/Uebergewicht.html https://de.statista.com/infografik/23273/vorkommen-von-fettleibigkeit-in-europa/ https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales/Gesundheit/Uebergewicht.htmlLösungsvorschläge
Gesündere Ernährung fördern: -> Steuer auf zuckerhaltige Getränke -> Subventionen für Obst und Gemüse -> bessere Lebensmittelkennzeichnung
01.08.2026
Mehr Bewegung ermöglichen: -> täglicher Schulsport -> sichere Radwege -> Bewegungsangebote in Betrieben -> Ausbau öffentlicher Sportanlagen
01.08.2026
Werbung regulieren: -> weniger Werbung für Fast Food und Süßigkeiten bei Kindern -> Einschränkung des Influencer-Marketings für ungesunde Lebensmittel
01.08.2026
Frühe Prävention -> Ernährungsunterricht in Schulen -> Gesundheitsprogramme in Kindergärten -> Unterstützung von Familien
01.08.2026
Medizinische Versorgung verbessern: -> frühzeitige Beratung durch Hausärzte -> Ernährungs- und Bewegungstherapie -> psychologische Unterstützung -> bei schwerer Adipositas: Medikamente oder bariatrische Chirurgie nach medizinischer Indikation
01.08.2026
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